Über den Chor
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Das Kontakt: Vit Kubena (724 365 384) DE
GESCHICHTE im „Staccato“-Stil
26.12.1862 – Blansko, Gasthaus „U Slovana“ – Gründung des Vereins RASTISLAV (Gründer: Jindřich Wankel, Hynek Vondráček; Ehrenvorsitzender: Hugo Karel František, Fürst und Altgraf von Salm-Reifferscheidt-Raitz)
1863 – Blansko, erster musikalischer Auftritt
1864 – Sloup, Weihe der wertvollen bestickten Fahne des bedeutenden tschechischen Malers Josef Mánes
1920 – Auflösung des Vereins
1920–1969 – Gesangsensembles in der Tradition des Vereins RASTISLAV: Sokol-Chor Blansko, Lumír, Arbeitergesangsverein, Chor des Athletischen Fußballklubs Blansko, Klubko, Blanskoer Trio, Mladý Dimitrovec (1959–1965)
1965 – Männerchor ZK ROH ČKD Blansko
1969 – Wiederannahme des Namens RASTISLAV
1970 – Anschluss eines Frauenchores – neuer Name: Gemischter Chor RASTISLAV ZK ČKD Blansko
1971–1979 – Dirigent: Prof. Karel Hradil
1979–1983 – Dirigent: Prof. Jaroslav Dostalík
1986 – erster Dirigent: Jaroslav Martinásek
1992 – Prag, Rudolf-II.-Preis für J. Martinásek
1993 – Preis der Stadt Blansko für J. Martinásek
1998 – Replik der Mánes-Fahne (im Besitz der Stadt)
2002 – feierliche Segnung der Fahnenreplik
2006 – Zusammenarbeit mit Thomas Frank aus Wiesbaden
2007 – Premiere der Reihe „R dětem“
2008 – Tournee und Aufnahmen für das Tschechische Fernsehen in Rom
2009 – Zusammenarbeit mit Andreas Sagstetter aus Waldsassen
2010 – Gründung der Kindersektion „Slávčata“
2012 – 150-jähriges Jubiläum des Vereins RASTISLAV
2014 – Mikulov – Preis der Südmährischen Region für Jaroslav Martinásek aus den Händen des Präsidenten
2016 und 2021 – Auftritte beim nationalen Musikfestival „Smetanova Litomyšl“
2019 – Blansko, Bedřich-Smetana-Preis für Jaroslav Martinásek
seit 2024 – Dirigenten: Anastasiia Hart, Jaroslav Martinásek
1862 – 1920: Durch Gesang zum Herzen, durch das Herz zur Heimat
1920 – 1969: Tradition des Gesangs in Blansko
1969 - 1985: Wiederannahme des Chores RASTISLAV
seit 1986: Musik für Seele
Die Fahne des Blansker „Lese- und Gesangvereins Rastislav“
Der Urheber dieser Fahne ist der Prager patriotische Maler – und Freund Wankels – Josef Mánes. Als einzige seiner Fahnen wurde sie nicht mit Ölfarben gemalt, sondern beidseitig von Hand mit goldenen, silbernen und roten Fäden auf schwerer französischer Seide bestickt. Die feierliche Weihe der Mánes-Fahne des Vereins RASTISLAV fand am 14. August 1864 in Sloup als große nationale Manifestation unter Beteiligung zahlreicher Menschen nicht nur aus der Umgebung, sondern aus ganz Mähren, Böhmen und der Slowakei statt. Nach Erfüllung ihrer aufklärerischen und patriotischen Mission – mit der Entstehung der Tschechoslowakischen Republik im Jahr 1918 – löste sich der Verein RASTISLAV auf, und die Fahne wurde im Jahr 1920 dem Mährischen Landesmuseum in Brünn geschenkt.
Die Fahne von Josef Mánes für den Verein RASTISLAV ist in Mähren einzigartig und die schönste unter allen zehn Fahnen, die J. Mánes entworfen hat. Er fühlte sich durch diesen Auftrag geehrt. Er fertigte die endgültigen Vorlagen für die Stickerinnen an, die er selbst auswählte und deren Arbeit er persönlich beaufsichtigte. Die Fahne ist beidseitig, rechteckig und misst 197 × 193 cm. Auf der Vorderseite ist der mährische Adler gestickt, auf der Rückseite die Inschrift RASTISLAV. Als Materialien wurden Seide sowie goldene und silberne Dracounborten verwendet. Auf der Spitze der mit mehreren Edelsteinen und böhmischen Granaten verzierten Stange befindet sich ein sitzender silberner mährischer Adler mit ausgebreiteten Flügeln. Die letzte Gelegenheit, das zerfallende Original der Fahne zu sehen, bot sich am 11.10.1998 in der Kirche von Sloup, wo der Chor Mozarts „Krönungsmesse“ aufführte (Videoaufnahme). Danach wurde die Fahne erneut in der Mährischen Galerie in Brünn aufbewahrt.
Die Replik der Mánes-Fahne wurde von der Firma „VELEBNÝ & FAM.“ in Ústí nad Orlicí im Maßstab nahezu 1:1 angefertigt. Interessenten können sie bei einigen Konzerten des Chores sehen. Dauerhaft ausgestellt ist sie in den Räumen der Stadtbibliothek Blansko. Die feierliche Weihe der neuen Fahne des Gesangvereins RASTISLAV fand im Rahmen eines Konzerts von Rejchas Werk „Te Deum laudamus“ am 16. Juni 2002 in Sloup in der Höhle Kůlna statt.